Vorgeschichte

Der Planung der Osterbrookhöfe setzt auf dem erfolgreich abgeschlossenen Prozess der Integrierten Stadtteilentwicklung  (RISE) für das Osterbrookviertel (2008-2014) an. Dabei ging es u.a. darum, das Wohnungsangebot zu verbessern sowie vielfältig und bezahlbar zu gestalten und zugleich die Attraktivität zu steigern. Weitere Ziele waren die Förderung nachbarschaftlichen und kulturellen Lebens, die soziale Infrastruktur, insbesondere für Kinder, auszubauen und neue Freizeitmöglichkeiten und Zugänge zum Wasser  zu schaffen. Für die städtebaulichen Ziele einer Stärkung des Osterbrookviertels als Wohnstandort soll mit diesen Maßnahmen ein Zuzug von Bewohnern und Bewohnerinnen erreicht werden, der als Basis dafür gesehen wird, das Quartier künftig besser mit Nahversorgung, Bildungs- Kultur- und Freizeitangeboten ausstatten zu können.

Gleichzeitig unterstützt das Projekt Osterbrookhöfe die Ziele zur Entwicklung der östlichen Stadtteile Hamburgs, die im Senatskonzept Stromaufwärts an Elbe und Bille formuliert werden.
Die Umsetzung gilt als Pilotprojekt im Rahmen des Bündnis für die Quartiere, das der Bezirk Mitte 2015 mit verschiedenen Wohnungsunternehmen abgeschlossen hat. Die Osterbrookhöfe und der innovative Sport- und Freizeitcampus auf dem Aschbergareal sind konkrete Resultate mit dem Ziel, langfristig einen lebendigen durchmischten Stadtteil und stabile Nachbarschaften im südlichen Hamm zu entwickeln. Das Projekt kann als Vorbild für eine kooperative Quartiersentwicklung gelten, bei der Planung und Umsetzung unter nachhaltiger Einbindung aller Akteure erfolgt.

Wohnungsbau durch Flächentausch

Der Planung der Osterbrookhöfe liegt ein Flächentausch zugrunde. Der Wohnungsneubau wird auf Flächen des Bezirksamt Hamburg-Mitte zwischen Wendenstraße, Süd- und Rückerskanal entstehen. Die dort befindliche Ernst-Fischer-Sportanlage wird derzeit über einen Sportrahmenvertrag vom Sport-Club Hamm von 1902 e.V. genutzt. Auf dem Gelände befindet sich auch das Vereinsheimm des SC Hamm sowie ein Jugendclub. Die an die Sportanlage angrenzenden Flächen werden derzeit als Kleingärten genutzt.

Die jetzige Sportanlage inklusive Vereinsheim und Jugendblub wird auf das gegenüber vom Rückerskanal liegende Aschberggelände verlagert und dort zu einem modernen Sportcampus weiterentwickelt. Das derzeit auf dem Aschberggelände existierende Freibad wird als neues Indoor- Quartiersbad ein zentraler Nutzungsbau des Sportcampus sein. Das auf diese Weise erweiterte Sport- und Bewegungsangebot auf dem Aschbergareal schafft deutliche Mehrwerte für den umliegenden Stadtteil.

Die Kleingärten am Rückers- und am Südkanal werden verlagert. Mit dem Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V., stellvertretend für den Verein der Kleingärtner westlich des Rückerkanals, konnte diesbezüglich eine Einigung getroffen werden. Die Kleingärten werden in einer Fläche östlich des Kanals in der vorhandenen Kleingartenanlage Rückersweg von 1934 neue, modern ausgestattete Parzellen erhalten, so dass der Ersatz in zeitlich und räumlich engem Kontext erfolgen wird.

Zur Versorgung nicht nur der neuen Bewohnerinnen und Bewohnern ist es geplant, im Projekt ein Nahversorgungsangebot (City- Markt) gegebenenfalls mit Café unterzubringen. Auf diese Weise wird dem Stadtteil und allen seinen Bewohnerinnen und Bewohnern ein zusätzliches Versorgungsangebot gemacht und eine Stärkung der Infrastruktur ermöglicht.

Dr. Thomas Krebs, Sprecher des Vorstands der SAGA Unternehmensgruppe: „Angesichts einer immer schwieriger werdenden Flächenmobilisierung muss das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen von HAMBURG TEAM, dem Bezirk Hamburg-Mitte, den vielen involvierten lokalen Beteiligten und nicht zuletzt der SAGA Unternehmensgruppe beispielgebend für ganz Hamburg gesehen werden. Denn hier ist es gelungen, im Quartierskontext eine ‚Win-Win-Situation‘ für alle Beteiligten zu schaffen.”


Das Projekt auf einen Blick

Wie geht es weiter?

Nach dem erfolgreichen Abschluss des städtebaulichen und freiraumplanerischen Gutachterverfahrens wird die Planung konkretisiert und das Bebauungsplanverfahren unter Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit beginnt.

In einem ersten Bauabschnitt werden auf dem Aschberggelände die Sportplätze neu gebaut. Dazu muss zuvor das Freibad abgebrochen werden.

So zügig wie möglich werden die neuen Gebäude auf dem Sportcampus errichtet (ab ca. 2020). Nach dem Umzug der Sportplätze kann der erste Teil des Wohnungsbaus beginnen (ab ca. 2020).

Nach der Verlagerung der Kleingärten auf die Fläche östlich des Rückerskanals (ab 2019/2020) kann der zweite Abschnitt des Wohnungsbaus beginnen (ab ca. 2020/21). Die Fertigstellungen der Wohnungen aus dem 1. Bauabschnitt ist für 2021 geplant.